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Rundreise durch Indien ( Rajasthan )
Ich habe eine kleine Rundreise durch Indien (Rajasthan) mit anschließendem Badeurlaub in Abu Dhabi gemacht. Natürlich war meine Kamera mit dabei. Insgesamt hatte ich folgende Ausrüstung eingepackt:
- Meine Canon EOS 20D
- Canon EF 28-300 mm L IS USM
- Canon EF-S 18-55 mm IS
- Sigma 10-20 mm EX DC HSM
- Imagetank PD70X
- Ladegerät Canon und diverse Akkus, Speicherkarten
Ein Stativ hatte ich nicht dabei und hab es auch nicht vermisst. Bestens bewährt, hat sich das Canon EF-S 18-55mm IS. Auch das 28-300mm hat sich wacker geschlagen. Enttäuscht war ich wieder einmal vom Sigma 10-20mm. Obwohl ich das Objektiv vom Sigma Service hatte justieren lassen, ist die linke Seite immer noch dezentriert(seltsamerweise nicht immer), wie man auf einigen Fotos deutlich sehen kann. Ich werde es vermutlich verkaufen und hoffe, dass das neue Tamron 10-24mm bald erhältlich ist.
Es war sehr heiß(47°C). Meine Kamera und die Objektive wurden in der Sonne ebenfalls kochend heiß und ich hatte so meine Bedenken, aber es gab keine Ausfälle. Die Stromversorgung in den Hotels war gut. Netzstecker in Euro Form passen ohne Probleme in die Steckdosen im Hotel, auch wenn es etwas wackelt. Da meine Ladegeräte alle 110-230V vertragen, gab es keine Schwierigkeiten. Ich hatte vorsorglich noch eine Euro-Verlängerung eingepackt, brauchte diese jedoch nicht.
Mit dem Zoll auf den Flughäfen, egal ob Aus- oder Einreise gab es auch keine Probleme. Niemand hat sich für meine Ausrüstung interessiert. Das Canon EF 28-300mm hatte ich in den Objektivköcher gepackt und das ganze im Koffer verstaut(ringsum mit Kleidungsstücken gepolstert). Die restliche Ausrüstung hatte ich als Handgepäck dabei. Ich hatte mich etwas gewundert, dass mich niemand gefragt hat, was ich denn da für eine dicke Metallröhre im Koffer habe. Aber entgegen einiger Horror Stories die man im Web so findet, hat sich wirklich niemand dafür interessiert. Ich hatte vorsichtshalber alle Kaufbelege der Ausrüstung mit eingepackt, um Schwierigkeiten bei der Wiedereinreise mit dem deutschen Zoll zu vermeiden. Aber die hatten wohl schon alle Feierabend, ich habe jedenfalls niemanden gesehen.
Eine Rundreise würde ich aber nicht mehr machen. Die ist zum fotografieren denkbar ungeeignet, da man die meiste Zeit im Bus verbringt. Das ist sehr anstrengend und an den interessantesten Motiven fährt man meist vorbei. Man kann zwar aus dem Bus fotografieren, aber das wahre ist es natürlich nicht. Mit dem Bus fährt man nur die bekanntesten Denkmäler und Sehenswürdigkeiten an. Da tummeln sich dann Touristen aus aller Herren Länder. Das Schwierige ist dann, dass Foto “Touristenfrei” zu bekommen. Deshalb bin ich meist voraus gelaufen, sonst muss man ewig warten, bis die lieben Mitreisenden endlich aus dem Bild gelaufen sind. Die Inder selbst, lassen sich eigentlich gerne fotografieren wenn man höflich fragt. An den “Touri-Orten” erwartet man aber auch ein kleines Trinkgeld (10-20 Rupies). Leider ist es nicht so einfach an 10 Rupie Scheine heranzukommen (die man auch für die Toiletten braucht). Wir hatten immer zu wenig, meist hatten wir nur 50 Rupie Scheine.
Zum fotografieren also lieber als Rucksacktourist mit ein paar Freunden reisen(wenn man sich denn traut).
Bei Kindern muss man etwas vorsichtig sein, die haben schnell mal die Hände in fremden Hosentaschen. Auch ein freies herumlaufen, um sich auf eigene Faust etwas anzusehen ist nicht so einfach, da man meist nach kurzer Zeit von Händlern und Rikscha-Fahrern umgeben ist, die einen von den Vorteilen ihres Ladens oder ihrer Rikscha überzeugen wollen. Auch ein freundliches “no thanks” hilft da wenig. Ich hatte eigentlich gehofft einige Hindu Tempel zu sehen und zu fotografieren, habe aber keinen einzigen von nahem gesehen. Auf Fragen, warum man denn nicht mal so einen Tempel besichtigt, reagierte man ausweichend. 1 Woche nachdem wir Jaipur verlassen hatten, explodierten in Jaipur 8 Bomben vor Hindu Heiligtümern. Glück gehabt! Vor einigen Denkmälern werden Sicherheitskontrollen, ähnlich denen auf einem Flughafen gemacht. Man sollte übrigens jede Gelegenheit nutzen eine Toilette aufzusuchen die sich bietet. Öffentliche Toiletten außerhalb von touristisch interessanten Orten, sind rar, bzw. einfach nicht vorhanden.
Was man nicht verpassen sollte, wenn man in Jaipur ist, ist eine echte Bollywood Vorstellung, im wohl schönsten Kino Indiens. Das Kino sieht zwar von außen nach nichts aus, aber das Innenleben ist einem Palast nachempfunden, mit dicken Teppichen, klimatisierter und parfümierter Luft. So eine Vorstellung dauert aber schon seine 3-4 Stunden. Wir hatten uns nur einen Teil des Films “Tashan” angesehen(in Hindu). Ich bin wirklich kein Bollywood Fan, aber das war wirklich Kino. Tolle Farben, toller Surround Sound(in Deutschland ist es ja meist nur laut), ich wäre wirklich gern länger geblieben, wir mussten aber leider weiter.
Fazit: Indien ist interessant, gewöhnungsbedürftig und sicher nichts für Luxus gewöhnte Touristen. Es ist für unsere Verhältnisse recht schmutzig, es riecht an vielen Orten stark nach Urin. Wir haben uns immer gewundert, wie die Inder immer so sauber gekleidet sein können, wenn es überall so schmutzig ist. Das Essen ist sicher auch nicht jedermanns Sache. Ich hatte nach 1 Woche die Nase voll davon und kann bis jetzt keinen Curry riechen.
Hier gibt es einige Fotos von meiner Rundreise.
