Akkus und Ladegeräte für die digitale Fotografie
Kann man eigentlich die billigen Kameraakkus kaufen die es zBsp. bei Ebay gibt?
Ja man kann, mit einigen Einschränkungen. Einige User berichten davon, dass die Akkus nicht länger als ein Jahr halten. Aber OK, was soll’s, bei dem Preis ist das immer noch günstiger, als die Originalakkus von Canon, deren Preis ich für eine Frechheit halte.
Der aktuelle Preis liegt bei den Canon-Akkus bei 55€, die Noname-Akkus kosten bei Ebay rund 4€ ohne Versand. Das ist schon ein dramatischer Unterschied.
Um ganz sicher zu gehen, dass die Akkus auch in Ordnung sind, solltet ihr euch vorher die Bewertungen des Verkäufers ansehen, ob er schon solche Akkus verkauft hat und wie die Bewertungen dafür ausgefallen sind.
Ich konnte bei meinen Noname-Akkus bisher nur einen Unterschied feststellen, die Dicke des Akkus. Meine Noname-Akkus sind ca. 0.5mm dicker als das Original, sie klemmen im Batteriegriff und man muss diesen heftig schütteln um die Akkus wieder aus dem Griff zu bekommen. Da hilft nur ein wenig Schleifpapier um die obere Rundung der Akkus etwas abzuschleifen. Beim nächsten Akkukauf werde ich mal einen anderen Anbieter versuchen.
Links: auf der Rückseite sehen die Akkus gleich aus, der Nachbau hatt 1600mAh der Canon nur 1390mAh. Ob der Nachbau wirklich mehr Leistung bringt habe ich nie probiert. Die Beschriftung ist natürlich auch eine andere. (links der Nachbau, rechts das Original)
Rechts: Der rechte Akku wurde mit Schleifpapier abgeflacht (Die Rundung ist verschwunden), damit er problemlos im Batteriegriff verwendet werden kann.
Edit: Ich habe mir neue Akkus für meine Kamera gegönnt, bei diesen habe ich das Problem mit der unterschiedlichen Dicke nicht mehr und muss daher nichts mehr abschleifen. Bleibt noch die Frage der Garantie für eine neue Kamera wenn keine Originalakkus verwendet wurden. Wie reagiert Canon wenn zBsp. die Noname-Akkus auslaufen und die Kamera beschädigen? Kann man nachweisen was für Akkus verwendet wurden?
Ladegeräte die ich verwende
Ich verwende verschiedene Ladegeräte und Akkus für meine Geräte die mit Akkus betrieben werden. Auf dem Foto von links nach rechts:
- Ein Ladegerät von Aldi (Topcraft/Medion) MD10358
- Das Ladegerät für die Kamera Akkus (Canon)
- Ein “Voltcraft” Ladegerät IPC-1 (Conrad-Elektronik)
- Das “AccuManager10″ von AccuPower
Ladegeräte gibt es baugleich mit den unterschiedlichsten Firmenlabels und Bezeichnungen. Das IPC-1 von “Voltcraft” gib es zBsp. auch unter der Bezeichnung “BC-700″. Einige intelligente Ladegeräte unterscheiden sich dennoch in der Firmwareversion. Da sollte man immer zusehen die aktuellste Version zu erwischen. Zum Canon Ladegerät brauche ich wohl nichts zu sagen, das gehört zur Canon 20D dazu und ist zum aufladen der Kameraakkus gedacht.
Zum Aldi Ladegerät schreibe ich ebenfalls nichts, das ist inzwischen übrigens kaputt und von mir schon entsorgt worden. Es hat nur 1 Jahr gehalten. Es lädt einfach nicht mehr.
Das IPC-1
Dies ist mein bevorzugtes Ladegerät wenn ich viel Zeit zum Laden habe und die Akkus schonen will.
- gleichzeitiges Laden von “AA” und “AAA” Akkus
- Temperaturüberwachung
- Akkudefekterkennung
- Schnellladung
- Einstellbare Ladeströme
- LCD Anzeige
- Minus Delta (-dV) Spannungserkennung
- Ladeprogramm gegen Memory Effekt
- Auffrischen von Akkus
- Testfunktion zum prüfen der Akkukapazität
- Lade und Entladefunktion können Schachtunabhängig genutzt werden
- Weitbereichsnetzteil
- Kapazitätsgrenze 3000mAh
Wichtig ist mir dabei die Möglichkeit alte Akkus wieder zu “reparieren”(Refresh) bzw. diese vorher grundsätzlich zu entladen (Discharge). Beim “Refresh” wird der Akku zuerst entladen, dann geladen, wieder entladen und erneut geladen. Während der Entladephasen wird ständig die Kapazität des Akkus gemessen. Der Vorgang des Entladens/Ladens wird so lange wiederholt bis das Gerät keine Kapazitätssteigerung mehr feststellt. Das kann aber mehrere Tage dauern. Je nachdem wie hoch man den Entladestrom eingestellt hat. Der gewählte Enladestrom entspricht der Hälfte des anschließend verwendeten Ladestroms.
Bei Akkus mit einer Kapazität über 2000mAh verwende ich immer einen Entladestrom/Ladestrom von 350mA/700mA für Akkus unter 2000mAh nur 250mA/500mA oder auch nur 100mA/200mA. Bei geringen Ladeströmen muss man damit rechnen, dass das Laden bzw. Entladen sehr lange dauert.
Ich kann das Ladegerät uneingeschränkt empfehlen. Das einzige was mich stört ist die fummelige Einstellerei der Programme nach dem “Einschalten”(kein E/A Schalter). Die “Vollerkennung” funktioniert einwandfrei schon nach wenigen Sekunden. Da “rösten” andere Ladegeräte die Akkus erstmal noch eine halbe Stunde ordentlich durch.
Achtung: Bei älteren Versionen des Ladegerätes hat der Temperatursensor eventuell keinen richtigen Kontakt zum Ladeschacht und funktioniert daher nicht richtig. Achtet darauf ein Gerät mit mindestens Firmware Version 1.31 zu kaufen. Diese kann man nach dem Einschalten im rechten Anzeigefeld der LCD Anzeige kurz ablesen. Ach ja, wenn man das Ladegerät bei Conrad kauft gibt es noch eine Tasche, ein Viererpack 2500mAh Akkus sowie 4 Akkuadapter dazu. Allerdings merkt man das auch am Preis.
Der AccuManager 10
Dies ist mein “Schnellladegerät” wenn es wirklich mal schnell gehen soll oder ich nicht über Akkus nachdenken will.
- NiCd, NiMH und RAM Zellen
- 4 unabhängige Ladeschächte für “AA” und “AAA”
- Akkudefekterkennung
- Überlade und Verpolschutz sowie Sicherheitstimer
- permanente automatische Anpassung der Ladeströme
- getrennte LED Anzeige pro Schacht
- DeltaV Ladetechnik mit 2.5mV
- Weitbereichsnetzteil
- aktive Einzelkanalüberwachung
- keine Kapazitätsgrenze
Ich verwende das Ladegerät nicht mit neuen Akkus, da ich mit dem Gerät des öfteren Probleme beim Erkennen des Ladendes hatte. Bei “eingefahrenen” Akkus habe ich dieses Problem nicht. Der Hersteller behauptet, dass eine vorherige Entladung der Akkus nicht mehr notwendig ist. Das kann ich nicht beurteilen, kann es mir aber nicht vorstellen.
Leider hat man keinen Einfluss auf die Höhe des Ladestroms und muss da ganz dem Gerät vertrauen. Auch eine Kontrolle ist wegen dem Fehlen einer Anzeige nicht möglich. Die Akkus werden etwas wärmer als im IPC-1 im Standardmodus (200mA Ladestrom). Von daher kann man wohl davon ausgehen, dass die Ladeströme im “AccuManager 10″ höher sind.
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Inzwischen habe ich übrigens weitere NoName Akkus für meine 20D gekauft. Das Problem, dass die Akkus etwas dicker sind, ist nicht mehr aufgetaucht.